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Vom 15. bis 26. Oktober 2019 fand die erste Pilgerreise mit Pastor Schulte statt. Hier können Sie die Reiseberichte lesen und Fotos anschauen.

Diesmal ging die Reise nach Jordanien und Israel.

Unter anderem wurden folgende Städte und Orte besucht: Berg der Bergpredigt, Kafarnaum, See Genezareth, Chorazin, Naturpark von Dan, eine der Jordanquellen, Banjas, das Pan-Heiligtum, die Golanhöhen, Berg Tabor, Akko, Zefat, Migdal, Jericho, Qumran, Jerusalem, der Ölberg, die Grabeskirche, der Abendmahlssaal, das Davidsgrab, die Dormitiokirche, der Felsendom, die Klagemauer, u.a.m.

 

 

Montag, 14.10.2019

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Tag 1 - Anreisetag. Der Großteil der 44 köpfigen Pilgergruppe traf sich um 7.00 Uhr an St. Peter und Paul in Hemer. Nachdem in Letmathe am Kiliansdom und an der Autobahnraststätte Siegerland-West die restlichen Gruppenmitglieder dazu stießen, ging es dann Richtung Frankfurter Flughafen.
Die Sicherheitskontrolle war nicht ohne, aber die Sicherheitsbeamten waren nett. Im ganzen Flugzeug verstreut brachten wir dann die Flugzeit von 3 Std. und 40 Min. hinter uns und landeten um 19.10 Uhr Ortszeit in Tel Aviv. Dort war es bereits dunkel und noch 29°C warm, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Nachdem jeder sein Gepäck hatte und wir den Zoll ohne Probleme passieren konnten, wurden wir von Ronet unserer Reiseleiterin und unserem Busfahrer (für unsere Zeit in Israel) in Empfang genommen. Durchs abendliche und hell erleuchtete Tel Aviv fuhren wir dann in unser Hotel. Zehn Minuten später trafen wir uns im Nachbargebäude zum Abendessen, in einer Burgerbraterei. Damit endete der Anreisetag. Wir waren lange unterwegs und sollten am nächsten Morgen früh wieder aufbrechen.

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Dienstag, 16.10.2019

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Tag 2. Der Morgen startete nach einer kurzen Nacht um 6.00 Uhr mit einem reichhaltigen Frühstück, begleitet von Regen. Der war aber schon abgezogen, als wir mit unseren Koffern am Bus standen. Dann ging es von Tel Aviv nach Caesarea an der Mittelmeerküste im nördlichen Scharon, zwischen dem Taninimfluss und dem Chaderafluss. Ein kleiner Film hat uns mit auf eine Reise durch die Geschichte der Stadt genommen. Danach erzählte uns Ronet draußen noch etwas zu den Ruinen. Im Amphitheater hat uns unser Pastor, unterstützt von zwei Damen, mit seinen Gesangkünsten erfreut.
Unser Weg führte uns weiter zum Berg Carmel, wo wir einen tollen Blick über die Bucht von Haifa, die Bahai Gärten und auf die Templer Siedlung, eine frühere deutsche Kolonie, hatten. Am Muhrake, der Opferstätte des Propheten Elias, haben wir unsere erste Hl. Messe im Heiligen Land gefeiert. Trotz diesigem Himmel war der Ausblick atemberaubend!
Nach einem guten Mittagessen in einem Drusischen Restaurant ging die Fahrt weiter nach Acco, einer Stadt mit arabischem Charme. Die Stadt war voll, denn zur gleichen Zeit fand dort ein Theaterfestival statt. Daher konnten wir uns nicht alles ansehen, z.B. die unterirdische Kreuzfahrerstadt. Dafür waren wir in einem alten Hammam, in dem es viel zu sehen und zu erfahren gab. Kurz davor holte uns der Regen wieder ein, begleitet von Sturm, Blitz und Donner. Doch als wir aus dem alten Bad kamen, war das Schlimmste schon wieder vorbei und die Sonne tauchte Acco und das Meer zum Abschied noch einmal in märchenhaftes Licht. Unser Bus brachte uns in unsere Unterkunft, einem früheren Kibbuz am See Genezareth, wo wir für drei Nächte bleiben sollten.

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Mittwoch, 17.10.2019

 

Tag 3. Ein Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit, der es in sich hatte und uns um die weiten Ufer des Sees Genezareth zum Berg der Seeligpreisungen - wo wir eine kurze Andacht hielten - und zu einer der Jordan Quellen, nach Banyas/ Caesarea Philippi führte.Über die Golanhöhen - in denen tatsächlich Wein angebaut wird - und mit einem kurzen Stop in Sichtweite der syrischen Grenze, fuhren wir zurück zum See Genezareth um dort zu Mittag zu essen. Wer wollte, bestellte sich einen Petrusfisch. In Dalmanutha, an den Ufern des Sees, feierten wir - wieder unter freiem Himmel - die Heilige Messe, während ganz in unserer Nähe die Klippschliefer über die Wege sprangen. Danach machten wir noch eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth, die durch die herabsinkende Sonne und einem Impuls von Pastor Schulte in ein besonders Licht getaucht wurde. Die Motoren schwiegen, nur das Plätschern der Wellen gegen den Bug des Schiffes und das leise Rauschen des Windes waren zu hören. Es war ein besonderer Moment, der viel zu schnell vorbei war. Die Motoren starteten wieder und nachdem uns gezeigt wurde, dass man auch heute noch mit der Methode, mit der die Jünger Jesu damals gefischt haben, etwas fangen kann, brachte uns das Schiff nach Tiberius. Dort gab es kurz Zeit zum Einkaufen, bevor uns der Bus wieder zu unserer Unterkunft brachte.

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Donnerstag, 18.10.2019

 

Tag 4. An diesem Tag haben wir Nazareth besucht, die Stadt, in der Jesus die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat. Dort haben wir bei den „Kleinen Brüdern“ Charles de Foucaulds in einer Oase der Ruhe innerhalb der großen Stadt Nazareth die Heilige Messe gefeiert. Bei unserem Streifzug durch die Stadt besuchten wir die Verkündigungsbasilika und die Taufkapelle und haben schließlich noch in einer ehemaligen Synagoge eine kurze Andacht gehalten. Danach waren wir ziemlich geschafft, doch es ging weiter nach Tabgha, in die Brotvermehrungskirche und nach Kapernaum, dem Zentrum Jesus und dem Haus des Petrus. Und obwohl wir an diesem Tag an so vielen verschiedenen Orten waren, waren wir trotzdem noch so früh zurück, so dass wir noch im Hellen im See Genezareth schwimmen konnten. Das war der perfekte Abschluss, für einen so ereignisreichen Tag.

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Freitag, 19.10.2019

 

Tag 5. Unser Fahrer, dem wir heute Lebewohl sagen mussten, brachte uns zur Jordanischen Grenze. Ronit verabschiedete sich schon etwas früher von uns und stieg aus dem Bus aus und so wurden wir an der Grenze von unserem Jordanischen Reiseleiter Mohammed in Empfang genommen. Auch hier waren die Passkontrollen nicht ohne und da wir auch nicht die einzige Reisegruppe waren, die nach Jordanien wollte, verbrachten wir über 2 Stunden am Grenzübergang, bis endlich alle und jedes Gepäckstück kontrolliert waren und wir, in einem anderen Bus weiterfahren konnten. Wir fuhren nach Jerash. Bevor wir uns das „Pompeji des Ostens“ ansahen, gab es Mittagessen, das Pastor Schulte auf der Fahrt dort hin, per Telefon organisiert hatte. Gestärkt machten wir uns also auf um uns diese, am besten erhaltene, riesige Stadt anzusehen. Der Hadrians Torbogen und das römische Theater, aber es gab dort noch so viel mehr zu sehen. Alte Tempel, lange Straßen, Brunnen, riesig und uhralt präsentierte sich uns hier unter der glühenden Sonne. Diese sank schon wieder, als wir schließlich nach Amman weiterfuhren und als wir in unserem Hotel angekommen waren war es schon dunkel. So endete unser erster Tag in Jordanien.

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Samstag, 20.10.2019

 

Tag 6. Unser Weg führte uns am sechsten Tag unserer Reise zum Berg Nebo. An den Ort, von dem aus Moses vor seinem Tod das heilige Land sehen, es jedoch nicht betreten durfte. Das Tal des Jordanflusses, obwohl wunderschön mit seinen Wolkenschatten, war etwas dunstig, sodass sich das Tote Meer unseren Blicken (und Kameras) entzog. 
In der auf dem Berg liegenden Franziskaner Kirche feierten wir unsere erste Heilige Messe in Jordanien.
Auf dem Weg nach Madaba, eine Stadt, die wegen ihrer besonderen Mosaike bekannt ist, hielten wir an einem Laden, in dem solche angefertigt und auch verkauft wurden. Wirklich wunderschön! In einer Kirche in Madaba gab es eine riesige, leider nur noch zum Teil erhaltene Mosaiklandkarte des Heiligen Landes zu sehen. Die Gegend wurde immer karger und wurde schließlich zur Wüste. Ein Anblick den man nicht alle Tage sieht. Doch hässlich sind Wüsten keineswegs! So hatten wir einen Platz mit atemberaubender Aussicht an dem wir unser Mittagspicknick genossen. Das Wüstenschloss Kerak, eine alte Kreuzfahrerfestung aus dem 12. Jahrhundert, bildete unsere letzte Station an diesem Tag. Auch hier gab es viel zu sehen. Mit dem Bus fuhren wir dann zu unserem Hotel in Petra.

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Sonntag, 21.10.2019

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Tag 7. Nun endlich stand die Besichtigung von Petra an, der Hauptstadt der Nabatäer und ein Weltkulturerbe. In vielen verschiedenen Farbschattierungen konnten man den Sandstein bewundern, sowie in außergewöhnlichen Gebilden.
Doch wirklich gigantisch - und noch schöner als im Film "Indianer Jones - Der letzte Kreuzzug" - war das fast 40 Meter hohe, in den Stein gegrabene „Schatzhaus des Pharao“, ein Grabtempel und das riesige Theater. Natürlich gab es dort noch vieles mehr zu bestaunen. Am Ende unserer geführten Tour durch Petra feierten wir in den Ruinen einer alten Kirche die Heilige Messe und boten den anderen Besuchern dort ein schönes Fotomotiv. Danach suchten wir uns ein Café für unser Mittagspicknick. Der Weg zurück zum Bus zog sich. Besonders der letzte Teil erschien viel länger als auf dem Hinweg, doch jeder von uns legte die Strecke zu Fuß zurück und verzichtete darauf, eine Kutsche oder einen Esel zu mieten. Einen kurzen Stop machten wir nur noch an einem Aussichtspunkt, um nochmals ein paar schöne Fotos der Berge zu machen. Dann fuhren wir eine weite Strecke auf einer Autobahn durch die Wüste. Und wieder war es schon fast dunkel, als unser Bus in Aqabah ankam. Unser Hotel hatte seinen „ganz eigenen Charme“, mit einerseits noch eingeschweißten Matratzen, andererseits mit schmutzigen Bettlaken und Handtüchern. Keine Reise ohne Überraschungen eben. 

 

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Montag, 22.10.2019

 

Tag 8. Müde aber mit einer gewaltigen Portion Galgenhumor und guter Laune brachen wir von unserem Hotel auf. 
Nach einer erneuten Fahrt auf der Autobahn kamen wir ins Wadi Rum. Eine Wüste, in der der „Lawrence von Arabien“ - ein Filmklassiker - gedreht wurde. Hier machten wir eine Jeeptour vorbei an großartigen Gebirgen, die majestätisch und uralt vor uns lagen. An mehreren Stellen machten wir Pausen um Fotos zu machen und Mohammed erzählte uns etwas über die Gegend dort. In einer Schlucht legten wir in einem Beduinenlager eine Pause ein. Wir tranken Tee und stöberten etwas in den Waren, die sie anzubieten hatten. Die Jeeps brachten uns zu einer Tankstelle, an der unser Bus auf uns wartete. Dann brachen wir auf nach Haarava zum Grenzübergang nach Israel. Hier verabschiedeten wir uns von Mohammed und gingen durch die Sicherheitskontrollen zurück nach Israel. Diesmal ging es schneller als beim letzten Grenzübergang und nach einer Stunde wurden wir erneut von Ronit in Empfang genommen. Da es schon Mittagszeit war, machten wir ein Picknick und freuten uns, wieder zurück zu sein. Da wir noch eine lange Fahrt vor uns hatten, sahen wir HaDarom in den Bergen, wo einst Gomorrah gelegen hat, Lot‘s Frau und die Massada-Festung nur von weitem. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir eine Pause am Toten Meer und badeten dort. Es war warm, doch nicht so warm wie die Außentemperatur, die immer noch sehr hoch war und es war wunderschön!
Nach dem Bad und einem kurzen Besuch in einem Geschäft, in dem man Pflegeprodukte aus dem Toten Meer kaufen konnte, fuhren wir weiter nach Jerusalem. Es war schon längst dunkel, als es endlich soweit war. Wir fuhren in die Heilige Stadt und wir sangen dabei „Ihr Mächtigen, ich will nicht singen“. Es war ein besonderer Moment und das Lied begleitete uns noch den ganzen Abend, bis in unsere Träume.

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Dienstag, 23.10.2019

 

Tag 9. Heute waren wir in Bethlehem. Auf den Hirtenfeldern und unter freiem Himmel haben wir die Heilige Messe gefeiert und bei 28°C Weihnachtslieder gesungen. Das macht man auch nicht alle Tage und es war schön - oh so schön war es endlich wieder „Zu Bethlehem geboren“ und „Herbei oh ihr Christen“ zu singen. Danach waren wir in einem Geschäft, in dem sich jeder von uns mit Souvenirs eingedeckt hat. Der Besuch in der Geburtskirche Jesu war dann für uns leider kein so schönes Erlebnis. Es war ziemlich voll und als sich die dritte Gruppe vorgedrängelt hatte kam es zum Streit, etwas das gerade an einem solchen Ort nicht hätte vorkommen sollen. Schade war das und traurig.
Unser Mittagspicknick machten wir wieder an einem Platz mit toller Aussicht. Dieses mal streckte sich Jerusalem vor uns aus. Nach dem Essen fuhren wir ins Israel Museum, wo es ein Model von Jerusalem zur Zeit von Jesus zu sehen gab und Ronit uns schon einiges über die Bereiche in der Stadt erzählte, die wir am nächsten Tag besuchen sollten.
Im Museum selber waren neben vielen alten Vasen und Schmuckstücken auch die Schriftrollen vom Toten Meer, Original Schriften aus dem Alten Testament, z.B. aus dem Buch des Propheten Jesaja ausgestellt. Sehr beeindruckend! Diese feine Schrift und alles war noch so gut erhalten. Wirklich etwas Besonderes, etwas Unglaubliches! Wir wurden ganz ehrfürchtig!
Um 20.00 Uhr, nach dem Abendessen, machten wir mit Ronit noch eine „Jerusalem-bei-Nacht-Tour“, bei der wir das israelische Parlamentsgebäude, die Knesset, sahen und dann, nach einer Fahrt durch das Gebiet der ultraortodoxen Juden, standen wir schließlich auf dem Platz vor der Klagemauer. Hier war es wieder ziemlich voll. Hunderte von orthodoxen Juden beteten und sangen vor der Mauer. Es sah beeindruckend und schön aus. Ein hochrangiger Rabbiner, den alle sehen wollten, war dort gerade zu Gast. Unglücklicherweise stieg der Mann genau unterhalb des Platzes, wo sich unsere Gruppe wieder sammeln wollte, in ein Auto und als es losfuhr, stoben alle Anwesenden auseinander. Wir rannten mit, unsicher in welche Richtung wir jetzt ausweichen sollten. Überfahren hat uns das Auto zwar dann nicht, doch auf dem Weg zum Bus stellten wir fest, das jemand fehlte. Während der Rest der Gruppe im Bus wartete, gingen Pastor Schulte und ein paar Männer aus der Gruppe wieder zurück um das „verirrte Schäfchen“ zu suchen und fanden es schließlich auch. Ein aufregender Abschluss, für einen ohnehin schon ereignisreichen Tag!

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Mittwoch, 24.10.2019

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Tag 10. Der Tag brach früh an und sollte einer unserer anspruchsvollsten Tage im Heiligen Land werden. Nach dem Frühstück fuhren wir um 7.00 Uhr nur eine kurze Strecke mit dem Bus. Wo wir uns dann hinbegaben war schon eine Überraschung, da es gar nicht auf unserem Plan stand und weil einige gar nicht wussten, das ein solcher Ort existierte. Wir betraten die Himmelfahrtskapelle, die auf der höchsten Stelle des Ölbergs steht. Östlich der Altstadt befindet sie sich an der Stelle, von der aus Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Ein Fußabdruck im Stein zeugt noch von diesem Ereignis. Weil es noch so früh war und weil es geordneter ablief als in der Geburtskirche, waren wir für ein paar Minuten die einzige Gruppe in der kleinen runden Kapelle und konnten so den Ort auf uns wirken lassen. Es war unbeschreiblich. Langsam wanderten wir den Ölberg hinunter, noch ganz beeindruckt vom eben besuchten Ort und hielten oberhalb des alten jüdischen Friedhofs, um Ronits Erklärungen zuzuhören und um die sagenhafte Aussicht zu genießen. Wir schritten den Weg entlang, den Jesus am Gründonnerstag auf dem Weg nach Jerusalem gegangen ist. Im Garten Gethsemane feierten wir in der „Kirche der Nationen“, der Todesangstbasilika, die Heilige Messe. Es war inzwischen 10.00 Uhr und dort war schon eine Menge los.
Danach machten wir einen kurzen Rundgang durch den Garten, vorbei an den uralten Olivenbäumen, mit ihren bizarr aussehenden Stämmen und ihren jungen Blättern und Früchten. Haben sie Jesus wohl noch gekannt? Gab es ihre Wurzeln schon zu jener Zeit? Wie auch immer die Antwort auf diese Fragen lautet, wir empfanden Ehrfurcht bei ihrem Anblick. Danach fuhren wir mit dem Bus wieder in die Altstadt von Jerusalem. Dort gingen wir unsere ersten Schritte auf der Via Dolorosa und besuchten den Bethesda Teich und die Kreuzfahrerkirche St. Anna, die der Mutter von Maria geweiht war. Dort sangen wir einen Kanon. In Lithostrotos wurde es schließlich ernst. Dort wo Pontius Pilatus sein Richteramt ausübte, saßen wir in einem bedrückenden Gemäuer. Pastor Schulte las uns die entsprechende Stelle aus der Bibel vor und wir setzten unseren Weg auf der Via Dolorosa fort. Der schmerzhafte Weg, der einsame Leidensweg, nur das er damals wie heute nicht verlassen war. Die Gassen der Altstadt waren nicht besonders breit und neben den übrigen Besuchern gab es noch zwei weitere Pilgergruppen (aus Frankreich und Polen) die ebenfalls den Kreuzweg gingen und die wir und die uns ständig überholten. Und doch, oder vielleicht sogar genau deswegen begegneten wir IHM dort, fühlten wir uns IHM nah und wir gingen mit IHM. 
In der Grabeskirche war es wie erwartet sehr voll. Wir durften dann den Felsen, auf dem das Kreuz gestanden hatte, berühren. Am Heiligen Grab allerdings hätten wir gut zwei Stunden warten müssen, bis wir an der Reihe gewesen wären, daher verzichteten wir auf den Besuch. Wir hielten uns noch eine Weile in der Grabeskirche auf, sahen uns die verschiedenen Bereiche an und Ronit erzählte uns etwas darüber. Schließlich fuhren wir zurück zum Hotel, mit mehr Eindrücken um sie in Worte fassen zu können!

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Donnerstag, 25.10.2019

 

Tag 11. Unser letzter Tag brach an. Nach einem guten Frühstück, fuhren wir mit dem Bus zur Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg, wo wir vom Benediktinerpater Mattias begrüßt wurden. Da wir noch etwas Zeit hatten, erzähle er uns etwas über das Kloster und seine Arbeiten und war auch bereit unsere Fragen zu beantworten.
Um 10:00Uhr feierten wir dann unsere letzte Messe im Heiligen Land, dieses mal sogar mit Orgeluntermalung. Herr Trotier nutzte danach die Gelegenheit um sich im Namen der gesamten Gruppe, bei Pastor Schulte für die Ausrichtung und Planung der Reise zu bedanken.
Aber noch waren wir nicht am Ende unserer Pilgerreise. Wieder fuhren wir mit dem Bus nach Jerusalem, zunächst einmal für unser letztes Mittagessen im heiligen Land, mitten in der Altstadt von Jerusalem. Es gab Falafeltaschen.
Frisch gestärkt ging es zum Tempelberg. Gar nicht so einfach, denn davor feierten die Juden Barmizwar und auf dem Tempelberg herrschte eine strenge Kleiderordnung (welche nicht so tragisch gewesen wäre, wenn wir nicht schon vorher all unsere christlichen Gegenstände, Kreuze, Gesangbücher hätten ablegen müssen). Felsendom und Aal-Aqsa Moschee haben wir nur von außen gesehen.
Wieder zurück an der Westmauer hatten die die wollten, die Gelegenheit an der Klagemauer zu beten. Auch das war eine besondere Atmosphäre. Schwer zu beschreiben und doch deutlich spürbar, als könne man sie, wie den Stein der Klagemauer berühren.
Danach machten wir uns, angeführt von Ronit auf, ins jüdische Viertel und besuchten die Hurva-Synagoge und konnten vom Dach aus noch einmal einen tollen Ausblick auf Jerusalem genießen.
Dann war schon der Moment des Abschieds von Ronit gekommen, die die aus der Gruppe, die nicht mehr durch den Bazar bummeln wollten, in ein Café nahe des Jaffa Tores, unseres Treffpunkts setzen und dann zu ihrer Familie fahren wollte. 
Nach eineinhalb Stunden und im Schein der untergehenden Sonne trafen wir uns am Tor, gingen zum Bus und fuhren zurück ins Hotel, wo unser letztes Abendessen, das wieder einmal ganz hervorragend war, auf uns wartete.

 

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Freitag, 26.10.2019

 

Tag 12. Rückreise. Da der Bus uns schon um 2.00 Uhr abholte, war für viele die Nacht um 1.00 Uhr, also nach ca. 2-3 Stunden, vorbei. Tee, Kaffee, Wasser und Kuchen bildete unser Frühstück und wir fuhren los Richtung Ben Gurion Flughafen. Nach noch strengeren Überprüfungen als bei der Anreise startete unser Flug pünktlich um 6.15 Uhr und landete gegen 9.00 Uhr Ortszeit in Wien, wo wir nach erneuter Sicherheitskontrolle und einem Gang zum WC ins nächste Flugzeug sprangen. In Frankfurt kamen wir um 11.20 Uhr an - 20 Minuten früher als geplant, sodass wir noch ein wenig auf unseren Bus warten mussten. Im Bus und auf dem Weg in die Heimat war es sehr still. Wir hatten auf den Flughäfen beinah genauso viel Wegstecke zurückgelegt wie in Decapolis und das frühe Aufstehen, die Klimaanlage und nicht zu vergessen der Temperaturunterschied hatten uns ermüdet. So kam jeder von uns wieder dort an, wo er vor 12 Tagen zu dieser Pilgerfahrt gestartet war. Müde, teilweise leicht erkältet und mit tausenden von Eindrücken, die zu sortieren noch eine Weile in Anspruch nehmen würde. Es war war überwältigend!

 

 

Reisetagebuch von Britta Börsterling für den Pastoralverbund Hemer, Oktober 2019

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  Im Jahr 2015 waren wir auf den "Spuren des Paulus" in Griechenland unterwegs. Mit einem Klick auf des Bild links gelangen Sie in das Reisetagebuch. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen der schönen Fotos!

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  Im Jahr 2016 waren wir auf Pilgerreise im Heiligen Land Israel. Mit einem Klick auf des Bild links gelangen Sie in das Reisetagebuch. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen der schönen Fotos! Koffer_Israel

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  Im Jahr 2018 waren wir auf Pilgerreise in Medjugorje. Mit einem Klick auf des Bild links gelangen Sie in das Reisetagebuch dieser Pilgerreise. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen der schönen Fotos!

 

  Unser Reisetagebuch Israel 2016 wurde auf der Website "Biblische Reisen" verlinkt. Koffer_Israel

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