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Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  22.03.2020 Aufgrund der Corona-Krise wurde die Heilige Messe in der Kirche St. Peter und Paul über einen Live-Stream übertragen.

Pfarrer Dietmar Schulte ist die Nervosität anzumerken, als er sich auf die Heilige Messe vorbereitet. Anders als sonst hat er den Gottesdienst am vergangenen Sonntag vor einer nahezu leeren Kirche gehalten. Per Live-Schalte über die Plattform Youtube sind seine Worte in der Kirche St. Peter und Paul auf die Bildschirme übertragen worden. Eine neue Erfahrung für den Geistlichen und für die Gläubigen Zuhause.
In der ersten Reihe der Kirche überprüfen derweil die beiden Amateurfilmer Dominik Tentscher und Oliver Kosubek zum letzten Mal die Technik. An einem Mischpult stellen sie den Ton ein, checken die Bildschärfe und die Verbindung. Ist die Kamera richtig eingestellt? Das Stativ befindet sich in erhöhter Position – auf drei schwarzen Körben und Exemplaren des Gotteslob. Die Glocke erklingt und Pfarrer Schulte betritt den Altarraum. Das erste Bild, was die Zuschauer von Zuhause mitbekommen, ist die Verbeugung des Pfarrers vor dem Altar.
Die Übertragung hat – wie erwartet – geklappt.

Den engsten Familienkreis nicht aus den Augen verlieren

Dann findet der Gottesdienst wie gewohnt statt – Lesung, Evangelium, Glaubensbekenntnis. Allerdings vor einer leeren Kirche, die Worte von Pastor Dietmar Schulte stoßen auf keine direkte Bestätigung. Kein „Und mit Deinem Geiste“, kein „Wir bitten Dich, erhöre uns“ bei den Fürbitten und vor allem: Kein Gesang aus den Kirchenbänken. Dietmar Schulte und Küsterin Ulrike Traut sind die einzigen Stimmen in der Kirche, dazu kommt noch die Musik des Organisten Johannes Fellner.
Oliver Kosubek (v. li) und Dominik Tentscher kümmern sich um die Bild- und Tontechnik. 
Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

„Das war schon ungewohnt und am Anfang war ich aufgeregter als sonst. Aber es war auch spannend“, zieht Dietmar Schulte später das Resümee. In diesen Zeiten müsse man Wege finden, um mit der Gemeinde in Kontakt zu bleiben. Er ist froh, dass es diese technischen Möglichkeiten gibt: „Ich bin auch nicht niedergeschlagen, sondern mache das Beste aus der Situation“, erklärt er.

In seiner Predigt geht Pfarrer Schulte auch auf die Einschränkungen durch die Corona-Krise ein. „In diesen Tagen, in denen fast alles still steht, zeigt uns Gott, was wirklich wichtig im Leben ist“, sagt er in seiner Predigt. Er plädiert darauf, Kontakte möglichst zu beschränken, aber gleichzeitig die Familie nicht aus dem Blick zu verlieren. „Die engsten Kontakte in der Familie, die wirklich wichtig sind, dürfen wir pflegen, mehr nach Möglichkeit nicht“, erzählt er weiter.

Fußballspiele, Partys oder Ausflüge benötige man nicht wirklich zum Leben. Wichtiger seien da ein Dach über dem Kopf, eine warme Wohnung, ausreichend Nahrung und Familie und Freunde. Gegen Ende des Gottesdienstes weist Schulte noch einmal auf folgende Sache hin: „Bleiben Sie, so weit es geht, zu Hause. Haben sie wenig soziale Kontakte, halten sie Abstand. Nur so können wir die Ausbreitung des Virus verhindern.“

Hinter den Kulissen sorgen Dominik Tentscher und Oliver Kosubek während des Gottesdienstes für Variation bei der Übertragung. Ab und an, vor allem wenn die Lieder erklingen, wechselt das Bild. Unter anderem sind der Altar oder die Pfeifen der Orgel zu sehen. Anstatt wie sonst durch eine Projektion an der Kirchenwand, werden die Nummern im Gotteslob durch eine Einblende sichtbar. So können auch die Gläubigen zu Hause mitsingen.

Die Koordination zwischen Aufnahme und Bild und der Kameraführung „besprechen“ die beiden Techniker mit Handzeichen. Eine drehende Handbewegung deutet zum Beispiel darauf hin, dass das Bild schärfer werden soll, zwischendurch geht auch mal die ausgestreckte Hand oder der Zeigefinger nach oben. „Wir wollten den Gottesdienst nicht stören“, sagt Dominik Tentscher hinterher. Das letzte Zeichen, das er am Ende der Aufnahme zeigt, ist ein hochgehaltener Daumen. „Wir haben es“, sagt er mit Erleichterung.

 

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