Home Pfarrbüro von A bis Z Beratung und Hilfe Datenschutz Impressum erzbistumPaderborn
BildObenNeu
 

 

 

Pfarrer Martin Assauer ist tot.

 

Pfarrer Martin Assauer ist tot. Der Leiter des Pastoralverbunds starb in der Nacht zu Donnerstag im Alter von nur 51 Jahren.

Die Nachricht verbreitete sich am Donnerstag wie ein Lauffeuer und schockte in Hemer nicht nur die Katholiken: Pfarrer Martin Assauer lebt nicht mehr. Der oberste Seelsorger des Pastoralverbunds wurde am Donnerstagmorgen tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Erst 2014 hatte Martin Assauer im Alter von 49 Jahren seinen Dienst in Hemer angetreten – mit ganz vielen Ideen und Plänen. Noch beim Neujahrsempfang des Pastoralverbundes vor zwei Wochen sprühte Martin Assauer vor Tatendrang und rief seine Gemeinden dazu auf, die Herausforderungen der Zukunft mutig anzugehen. Seine Vision unter anderem war eine einzige, vereinigte katholische Kirchengemeinde für die ganze Stadt. Den genauen Weg in diese Richtung wird Martin Assauer selbst nicht mehr weisen. Einige seiner Ideen für das Zusammenwachsen der Gemeinden hatte er in der wenigen Zeit, die ihm in Hemer blieb, dennoch umsetzen können.

Zurückgekehrt in die Nähe seines Geburtsortes Iserlohn

Martin Assauer wurde in Iserlohn geboren, besuchte dort das Märkische Gymnasium und entschied sich nach dem Abitur katholische Religion zu studieren. Über zwölf Jahre lang wirkte er in der Kirchengemeinde St. Augustinus in Hilchenbach, ehe er eine neue Aufgabe suchte und in Hemer fand. Er war glücklich, in der Nähe seiner Angehörigen in Iserlohn zu leben, und er fand Erfüllung darin, dem Pastoralverbund neuen Schwung zu verleihen. In Hilchenbach war Assauer von 300 Mitgliedern seiner damaligen Gemeinde verabschiedet worden, und viele von ihnen ließen es sich auch nicht nehmen, ihm bei seiner Amtseinführung am 1. Juni 2014 in Hemer persönlich zu gratulieren.

Reisen waren die Leidenschaft eines bodenständigen Mannes

Obwohl im Herzen bodenständig trug Martin Assauer offen und gern den Beinamen „Reisepfarrer“. Schon in der alten Gemeinde hatte er verschiedene Pilgerreisen organisiert. Im vergangenen Sommer reiste er auch mit einer Gruppe aus den Gemeinden in Hemer ins Heilige Land. Beim Neujahrsempfang hatte er schon die nächsten Ziele von Reisen des Pastoralverbundes genannt: Rom und Jordanien. Ein ganz wichtiges Anliegen für Martin Assauer war auch die Ökumene, er genoss höchste Wertschätzung auch bei den evangelischen Pfarrern in Hemer.

Am heutigen Freitag (03.02.17) hätte ein Treffen mit dem Weihbischof Dominicus M. Meier und dem Dechanten Johannes Hammer angestanden. Daraus wird nun nichts mehr, statt dessen wird in der Pfarrkirche St. Peter und Paul für Martin Assauer gebetet. Jeder, dem es ein Bedürfnis ist, auf diese Art von Martin Assauer Abschied zu nehmen, ist willkommen. Beginn des Gebetes ist um 19 Uhr.

 

kerze

Sie können HIER eine virtuelle Kerze für Pfarrer Assauer anzünden und/oder die bereits angezündeten Kerzen besuchen.

Rückblick

Pf. Assauer

Amtseinführung am 1. Juni in St. Peter und Paul

Hemer. Die Augen des Geistlichen leuchten, wenn er an seine neue Aufgabe in Hemer denkt. Über zwölf Jahre lang hat er in der Kirchengemeinde St. Augustinus Keppel gewirkt, 2001 beim Dienstantritt bereits verkündet, dass er sich vorstellen könne, „so ungefähr 15 Jahre zu bleiben“. Die 15 Jahre hat Pfarrer Martin Assauer, den man gerne den „Bau- und Reisepfarrer“ nennt und der mit viel Einsatz die Menschen im Siegerland erreicht hat, nicht voll gemacht. Über 300 Menschen sagten bei der Verabschiedung am vergangenen Sonntag in Hilchenbach Adieu, und einige davon werden wohl bei seiner Amtseinführung am 1. Juni in Hemer wieder dabei sein. „Ich habe gehört, in Hilchenbach wurde ein Bus geordert“, sagt Martin Assauer und freut sich. Er versucht, immer nah bei den Menschen zu sein, ist ein Verfechter der Ökumene und will auch in Hemer einiges bewirken. „Und ich setze mich dafür ein, Versöhnung im Pastoralverbund zu schaffen“, sagt der neue Pfarrer, der sich der derzeitigen Unstimmigkeiten innerhalb des Verbunds durchaus bewusst ist. Fast im selben Atemzug spricht er dem Pastoralverbund dennoch ein Lob aus. „Das vergangene Jahr war sehr schwer. Ich habe Respekt davor, was alle geleistet haben!“

2003 hat Martin Assauer den Pastoralverbund im Siegerland mit gegründet, zuletzt zählte er 8600 Mitglieder. Während seiner Amtszeit im Siegerland wird er zum „Baupfarrer“, weil die Kirche St. Augustinus grundlegend renoviert wurde. „Eigentlich sind nur die Außenmauern stehen geblieben“, so Assauer, dem man gleich mitgeteilt hat, dass in nächster Zeit auch die Innenrenovierung von St. Peter und Paul anstehe.

In Hemer zählt der Pastoralverbund insgesamt 10.793 Gemeindemitglieder, die auf fünf Kirchengemeinden verteilt sind: St. Peter und Paul, Christkönig, St. Bonifatius, St. Marien Bredenbruch und St. Petrus Canisius.

Nachdem Martin Assauer am 1. Juni 2014 um 16 Uhr offiziell vom stellvertretenden Dechanten Pfarrer Andreas Schulte aus Balve in sein Amt als Leiter des Pastoralverbundes und Pfarrer von St. Peter und Paul eingeführt wurde, folgen nun Tage des Kennenlernens in den verschiedenen Bereichen: Pastoralteam, Sekretariat und Kirchenvorstände gehören zum Beispiel dazu. „Das alles ist verbunden mit sehr viel Neugier, und ich erwarte auch Neugier von allen Seiten.“

"Reisepfarrer" wird Martin Assauer genannt, weil er jedes Jahr zusammen mit Gemeindegliedern eine Pilgerreise unternimmt. Israel, Jordanien, Türkei, Griechenland oder auch Rom waren bisher Ziele. „Das möchte ich unbedingt fortsetzen, die Bibel dabei immer in der Hand“, sagt er und betont, dass der religiöse Fokus immer im Vordergrund stehe.

 

 
Hier überbringt Pfarrer Assauer die Spenden, die anlässlich seines Silbernen Priesterjubiläums gesammelt wurden, dem Leiter des Caritas-Baby-Hospitals in Bethlehem.
 

Nach der Messe bestand im großen Saal von Haus Hemer die Möglichkeit, persönlich mit dem „Neuen“ zu sprechen. Offiziell wurde er von den Gremien der Gemeinden, den katholischen Kindergärten, den Hauptamtlichen des Pastoralverbundes, den evangelischen Pastoren und dem Hemeraner Bürgermeister willkommen geheißen. Der Kirchenchor St. Peter und Paul und die Band 4Gsus begrüßten ihren neuen Pastoralverbundsleiter musikalisch. Das Lied des Pastoralverbundes, „Gut, dass wir einander haben“, sangen alle Gäste mit.

Foto und Text (c) WAZ/ Carmen Fürstenau

 

Fotos der feierlichen Amtseinführung am 01.05.14 in St. Peter und Paul
und des anschließenden Empfangs in Haus Hemer
2  
     
5
     
 
     

 

Hemer. Offen, herzlich, modern und trotzdem traditionsbewusst – all diese Attribute treffen auf Pfarrer Martin Assauer zu. Im Einführungsgottesdienst am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde betont, dass sich der Eindruck von einem fremden Menschen zumeist in den ersten Sekunden des Kennenlernens bildet. Der Eindruck, den der neue Leiter des Pastoralverbundes Hemer und Pfarrer von St. Peter und Paul in Personalunion hinterließ, war sehr positiv.

Zu Beginn der Heiligen Messe führte der stellvertretende Dechant Pfarrer Andreas Schulte aus Balve Assauer in sein neues Aufgabengebiet in der Felsenmeerstadt ein. Dabei unterstrich Pfarrer Schulte, dass Assauer ein gutes Fundament erwarte. Anschließend wurde die Urkunde, mit der Erzbischof Hans-Josef Becker Assauer in sein neues Amt bestellt, verlesen. An diesem besonderen Moment nahmen zahlreiche Christen und Geistliche – unter anderem Pfarrer Norbert Tentrup, der den Pastoralverbund bis Ende Januar kommissarisch leitete, Pastor Hans Günter Richter und Vikar Gordon Richard – sowie weitere Würdenträger von nah und fern in der voll besetzten Kirche teil.

Neben Assauers Familie, langjährigen Weggefährten, unter anderem aus seiner alten Gemeinde im Siegerland, war auch die Schar der Hemeraner, die „ihren“ neuen Pfarrer kennenlernen wollten, riesig. Zudem waren auch viele Hauptamtliche sowie evangelische und kommunale Vertreter zugegen. Sie füllten das Gotteshaus in der Geitbecke bis auf den letzten Platz, so dass auch Stehplätze noch heiß begehrt waren. „Dass die Kirche immer so voll ist, werde ich nicht schaffen“, so Assauer in Anbetracht der großen Anzahl an Besuchern.

Äußerst bescheiden stellte Assauer trotz des großen Rummels um seine Person sich selbst in den Hintergrund und verwies mehr auf den christlichen Glauben. „Es geht nicht um mich, sondern um ihn“, so Assauer mit Fingerzeig auf Christus. Als neuer Pfarrer und Leiter des Pastoralverbundes habe er ebenso Erwartungen an die Gemeinde, wie die Gemeinde an ihn. Dabei unterstrich er, dass es ihm wichtig sei, Gemeinden anzutreffen, die gemeinsam unterwegs sind. Gemeinsam müsse man auf Gott hören, das sei sein größter Wunsch.

Beim anschließenden Empfang im Saal von Haus Hemer, wo ihm unter anderem eine Torte überreicht wurde, hatten die zahlreichen Gäste die Gelegenheit, persönlich mit Assauer ins Gespräch kommen, wenngleich das auf Grund des überfüllten Saals nur schwer möglich war. Nach der Begrüßung durch Ulrike Traut vom Pastoralverbundsrat gab es weitere Grußworte. Stellvertretend für die Kirchenvorstände begrüßte Bernadette Böger den neuen Pfarrer, während Stefan Stegbauer diese Aufgabe für die Pfarrgemeinderäte übernahm. Aber auch die Hauptamtlichen und katholischen Kindergärten auf dem Stadtgebiet hießen Assauer als Leiter des Pastoralverbundes in ihrer Mitte willkommen. Trotz Terminstresses ließ sich Bürgermeister Michael Esken die Gelegenheit zu einem ersten Gespräch mit dem neuen Hemeraner nicht nehmen. Der Kirchenchor St. Peter und Paul unter der Leitung von Thomas Kick und die Band „4Gsus“ sorgten zwischen den verschiedenen Reden für Auflockerung.

Der große Zuspruch bei seiner Einführung kann Pfarrer Martin Assauer, der bereits Mitte der vergangenen Woche in das Pfarrhaus von St. Peter und Paul gezogen ist, für die kommenden Aufgaben nur beflügeln, wünscht er sich doch möglichst viele Gemeindemitglieder, die auch mit anpacken.

Gespannt blickt „der Neue“ in die Zukunft in der Felsenmeerstadt. Der einzige Wermutstropfen: Assauer musste seinen geliebten Kräutergarten zurücklassen. Ein kleiner Trost waren deshalb die zwei Kräutertöpfe, die man Martin Assauer als Willkommensgeschenk überreichte. Vielleicht entsteht auch wieder ein Garten, der genauso wie die Arbeit und das Engagement Assauers Früchte trägt.

Quelle: www.derwesten.de

 

kerze

Sie können HIER eine virtuelle Kerze für Pfarrer Seite anzünden und/oder die bereits angezündeten Kerzen besuchen.
kerze Sie können HIER eine virtuelle Kerze für unsere Messdienerin Anna-Lena Wingert anzünden und/oder die bereits angezündeten Kerzen besuchen.
  Nachruf Anna-Lena

zurück